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Die Geschichte von St. Josef Trippstadt

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Vor der Reformation gehörte Trippstadt zur Pfarrei Aschbach, heute Aschbacher Hof. Dort stand die Mutterkirche der Herrschaft Wilenstein. Von dort wurden drei Filialen mitbetreut: die Hl. Kreuzkapelle in Trippstadt (erstmals 1337 erwähnt) - sie stand dort, wo im Jahre 1744 die heutige protestantische Kirche erbaut wurde; die Filialkapellen auf der Burg Wilenstein (erbaut Mitte des 12. Jhd. auf Anordnung Kaiser Friedrich I.) und eine Kapelle auf dem Stüterhof. Schon 1215 wird Aschbach urkundlich erwähnt. Als Relikt aus der alten Kirche existiert noch ein Taufstein, der 1993 wieder in der Pfarrkirche in Trippstadt aufgestellt wurde und so wieder seine Funktion als Taufstein erhalten hat. Nach der Reformation trat die damalige Pfarrei Aschbach zum Protestantismus über. Damit erlosch für Trippstadt in der Folgezeit für fast zweihundert Jahre jegliche katholische Glaubensbestätigung. Im Jahre 1716 bekam als Lehnsherr das Gebiet Wilenstein der katholische Freiherr Ludwig Anton von Hacke. Er belebte vor allem mit der Gründung einer Eisenindustrie im Karlstal die wirtschaftliche Struktur und schuf vielseitigen Arbeitsbedarf.

Für Trippstadt bedeutete dies beachtlichen Bevölkerungszuwachs. Die meisten Ansiedler kamen aus katholischen Gegenden wie Südtirol und Österreich. Sein Sohn, Franz Karl Joseph von Hacke, ließ dann die katholische Kirche bauen, die am 15. September 1754 eingeweiht wurde. Die Kirche sollte gleichzeitig als Begräbnisstätte für die Familie Hacke dienen. Auf Betreiben der Hackes wurde dann 1788 die katholische Pfarrei wieder errichtet.

In den 1960er Jahren erfolgte eine Renovierung der Pfarrkirche, bei der auch der große hölzerne Hochaltar entfernt wurde.

Anfang der 80er wurde schließlich das gesamte Gelände, auf dem die Pfarrkirche steht, neu gestaltet. Das alte Pfarrhaus wurde abgerissen und ein neues erbaut. Weiters errichtete man einen Kindergarten sowie das Pfarr- und Jugendheim.

1993 erfolgte die letzte gründliche Renovierung der Pfarrkirche, die am 6. Mai 2001 mit der Einweihung der neuen Marienstatue ihren Abschluss fand. Die Statue, ein neuer Altar, ein neuer Ambo und ein monumentales Steinkreuz mit Tabernakel wurden vom Bildhauer Leopold Haffner aus Passau geschaffen. Eine künstlerische Bereicherung ist auch der neue aus Ton gebrannte Kreuzweg, der in seiner Ausführung wahrscheinlich ein Unikat darstellt.

In den 2000er Jahren musste sich die Pfarrei aus Kostengründen vom Kindergarten trennen, der nun an die Ortsgemeinde überging. Ebenso das Pfarr- und Jugendheim, bei dem die Pfarrei sich aber Nutzungsrechte gesichert hat. Da Trippstadt keinen eigenen Pfarrer mehr hat, wird auch das Pfarrhaus an die Ortsgemeinde übergehen.

Im Zuge der Gemeindepastorale 2015 verlor die Pfarrei Trippstadt ihre Eigenständigkeit und gehörte über zwei Jahre zu St. Theresia in Kaiserslautern. Bei einer neuerlichen Zusammenlegung der Kirchengemeinden 2011 wurde Trippstadt als eine von sechs Gemeinden Maria Schutz in Kaiserslautern angegliedert und ist seit dem die Gemeinde St. Josef Trippstadt in der Pfarrei Maria Schutz.

Text: T. Reinartz Foto: Giehl