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Richard Hackländer neuer Dekan

|   Stiftskirche

102 von 106 möglichen Stimmen erhalten. Pfarrer Richard Hackländer (51) ist neuer Dekan des protestantischen Kirchenbezirks Kaiserslautern.

Der Nachfolger von Dorothee Wüst ist am Samstag als einziger Bewerber von der Bezirkssynode in der Alten Eintracht gewählt worden. Hackländer erhielt 102 von 106 möglichen Stimmen. Zwei Synodale enthielten sich, zwei stimmten gegen ihn.
Erste Glückwünsche konnte Hackländer, der gleichzeitig auch Pfarrer der Pfarrstelle 1 an der Stiftskirche sein wird, von Pfarrer Karl Graupeter, dem Senior des Kirchenbezirks, vom Vorsitzenden der Bezirkssynode, Hermann Lorenz, und von Oberkirchenrätin Dorothee Wüst entgegennehmen. „Wir sind präpariert“, sagte Graupeter und überraschte den neuen Dekan mit einem großen Blumenstrauß und zwei Eintrittskarten für den Japanischen Garten. Der Garten sei ein Stück von Kaiserslautern, der gleichzeitig einen guten Blick über die Kirchen der Stadt ermöglicht, sagte Graupeter.Die Tagung der Bezirkssynode war mit genau 45 Minuten wohl eine der kürzesten Sitzungen im Gemeindezentrum Alte Eintracht. Vertreter von Wahlausschuss, Bezirkskirchenrat und Presbyterium hatten sich vor der Wahl eindeutig für den Bewerber ausgesprochen. Zuvor hatte Hackländer Gelegenheit, sich vorzustellen.

Hackländer, in New York geboren und in Ludwigshafen aufgewachsen, verheiratet und Vater von zwei Töchtern, studierte in Marburg, Tübingen und Heidelberg Theologie. Als Vikar wirkte er in Jockgrim in der Südpfalz und in Landau. Als Pfarrer von Wiesbach im Dekanat Homburg war er auf der Sickingerhöhe für vier Dörfer zuständig. Gleichzeitig hatte er die Funktion eines Studierendenpfarrers in der protestantischen Hochschulgemeinde der Universität des Saarlandes inne.

Eine neue Herausforderung fand er im Jahr 2007 nach einem zehnjährigen Einsatz in der Saar-Pfalz-Region in Essingen in der Südpfalz. Dort war er seit 2012 auch stellvertretender Dekan des Kirchenbezirks Landau. „Mir ist bewusst, dass die Arbeitsbelastung deutlich gestiegen, der finanzielle Spielraum enger geworden und der Dienst in Kooperationszonen Einsatz verlangt“, sagte Hackländer rückblickend.

Ökumene ist für Hackländer ein „Herzensanliegen“, ein belebender Austausch unter den Konfessionen. Die Diakonie bezeichnete er als ein Aushängeschild der protestantischen Kirche. Sie zeichne sich dadurch aus, dass Kirche für die Menschen da sei, verwies er auf Kindertagesstätte und weitere Einrichtungen.

Seinen Schritt, sich auf die Stelle eines Dekans in Kaiserslautern zu bewerben, komme für ihn zu einem idealen Zeitpunkt. Um sich der neuen Herausforderung zu stellen, habe er sich vorher bei seiner Vorgängerin Dorothee Wüst über die Anforderungen und die Besonderheiten im Kirchenbezirk Kaiserslautern erkundigt. „Ich möchte die Zukunft der Kirche mitgestalten“, sagte Hackländer.

Joachim Schwitalla

Die Rede, mit der sich Richard Hackländer am 11.05.2019 der Bezirkssynode Kaiserslautern vorgestellt hat, können Sie hier herunterladen.

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