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Toleranz, Solidarität, Respekt und Frieden

Erstellt von Joachim Schwitalla | |   Apostelkirche

Beim Friedensgebet des Interreligiösen Forums verpflichten sich sieben Gemeinschaften zur Zusammenarbeit.

Anlässlich des zehnten Jubiläums des Interreligiösen Forums Kaiserslautern haben sich die teilnehmenden Religionsgemeinschaften erneut zur Zusammenarbeit und zur weiteren Öffnung des Forums für andere Religionsgemeinschaften verpflichtet. Bei einem Friedensgebet am Donnerstag (26.09.) im Gemeindesaal der Apostelkirche haben sich sieben Religionsgemeinschaften verpflichtet, sich für Verständigung der Religionen einzusetzen und damit einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in einer bunten und vielfältigen Gesellschaft zu leisten.
Den Religionsgemeinschaften in Kaiserslautern gehören an: die jüdische Gemeinde, die evangelische und katholische Kirche, das islamische Zentrum, die methodistische Kirche, die Baha’i Gemeinde und die Ditib Fatih Camii Moschee. Zu den gemeinsamen Zielen der Religionsgemeinschaften gehören das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch, um neben der eigenen Glaubensgeschichte zu entdecken, was die Religionen trennt und was sie verbindet.
Als Beispiele einer wachsenden Kultur der Gemeinschaft werden die „Interkulturelle Woche“, das jährliche „Friedensgebet der Religionen“ und der „Runde Tisch“ in der Erklärung angeführt. Besonders engagieren wollen sich die Religionsgemeinschaften bei jungen Menschen, indem sie für Werte wie Toleranz, Solidarität, Respekt und Frieden werben. Dabei wollen sie den gemeinschaftlich gelebten Glauben, Liebe, Freiheit und Würde in den Mittelpunkt stellen. Eröffnet wurde das Friedensgebet von Bürgermeisterin Beate Kimmel. Es stand unter dem Motto „Vergeben“.
Vor weit über 100 Besuchern bezeichnete Kimmel das Friedensgebet des Interreligiösen Forums als großartig. „Da kann Kaiserslautern nur Danke sagen.“ Vergebung sei eine Stärke, die auf Verständnis, Respekt und Versöhnung beruhe. Dabei spielten der Glaube und das Gebet eine wichtige Rolle. Susanne Wimmer-Leonhardt, Vizepräsidentin des Rechnungshofes Rheinland-Pfalz und Vorgängerin von Kimmel im Amt der Bürgermeisterin, erinnerte an ihre Initiative, zusammen mit dem damaligen Polizeipräsidenten Wolfgang Erfurt aus der Initiative Sicheres Kaiserslautern (SiKa) heraus, den Anstoß für das Interreligiöse Forum gegeben zu haben.
Dekanin Angelika Keller und Pfarrer Norbert Kaiser hätten mit Ideen dazu beigetragen, das Forum mit Leben zu füllen, hob Wimmer-Leonhardt hervor. Larissa Janzewitsch, stellvertretende Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Rheinpfalz, erinnerte an den höchsten jüdischen Feiertag „Jom Kippur“, der als Versöhnungstag gefeiert und dieses Jahr am 29. September begangen werde.
Krankenhauspfarrerin Jutta Rech und Pfarrer Andreas Keller von der Pfarrei Heiliger Martin stellten die Geschichte vom verlorenen Sohn als ein Beispiel für Vergebung vor. Der Imam der Ditib Fatih Camii Moschee verwies auf den Propheten Mohammed, der Toleranz als als größte Tugend bezeichnet habe. Vertreter der Baha’i-Gemeinde und Schülerinnen des St.-Franziskusgymnasiums trugen Friedensgebete vor. Musikalisch und tänzerisch wurde die Feier von Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde Kaiserslautern und Schülerinnen des St.-Franziskusgymnasiums gestaltet.

Joachim Schwitalla

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