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Martinskerwe

Erstellt von atr für Pfarrei Heiliger Martin | |   Katholisch

36 Jahre Partnerschaft auf Augenhöhe

Die Martinskerwe der Pfarrei Heiliger Martin stand im Zeichen von 36 Jahren Partnerschaft mit der Gemeinde Shangi in Ruanda. Einer mehrköpfigen Delegation aus der Partnergemeinde im Südwesten Ruandas, der langjährigen Partnerschaft und dem Start der Martinskerwe zu Ehren, zeigte eine Trommelgruppe ruandischer Studenten der Technischen Universität Kaiserslautern, wie in ihrer Heimat lautstark Festivitäten eingeläutet werden.

Wie der Festbetriebe auf der Pfarrwiese gehört der Festgottesdienst in der Martinskirche zur Feier der Kirchweih. Für Pfarrer Andreas Keller und Dorothea Fuchs, Vorsitzende des Ausschusses Weltkirche, war es eine Freude sechs Pfarrer, unter ihnen den Generalvikar der Diözese Cyangugu sowie weitere Weggefährten aus Shangi willkommen zu heißen. Nicht als Gäste, sondern als Freunde wurden sie empfangen. „Turi inshutti – Wie sind Freunde“ war auf einem Transparent über dem Altar zu lesen. Für 36 Jahre gelebte Solidarität und Freundschaft, überreichten die Afrikaner der Martinspfarrei ein Transparent mit Abbildungen beider Kirchen.

Echte Freunde bereicherten das Menschsein und seien das Fundament eines erfüllten Lebens, sagte Keller in seiner Predigt. Als Perspektiven für ein gelingendes Leben verwies er auf Maßnahmen wie Schülerfonds, Gemüsegarten und eine Schreinerei, mit denen die Martinspfarrei die Partnergemeinde unterstützt. Eine Partnerschaft sei besonders wertvoll, wenn sie wie diese, im gegenseitigen Austausch und auf Augenhöhe gelebt werde, so Keller.

Richard Auernheimer, Präsident des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz, überbrachte die Grüße der Landesregierung und würdigte die Partnerschaft zwischen St. Martin und Shangi als eine tragende Säule der Liaison zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda. Eine besondere Freude war es für den Beigeordneten Peter Kiefer nach dem Gottesdienst die Martinskerwe zu eröffnen. Die Martinskerwe bezeichnete er als ein Kirchenfest mit großer Tradition, das im Zeichen der Partnerschaft mit Ruanda zum gemeinsamen Feiern einlade.

Während Gerome Schalk zusammen mit der Straußjugend neben dem Kerwestrauß in seiner Kerweredd das Leben in der Pfarrei glossierte, ließen es sich die Besucher um die Mittagszeit bei angenehmen Temperaturen bei Erbsensuppe und Fassbier gutgehen. Bei dezenter Unterhaltungsmusik des Kolpingblasorchesters unter der Leitung von Andreas Vicinus eine gute Gelegenheit, Freunde zu treffen und sich auszutauschen.

Mit einer großen Auswahl an fair gehandelten Waren aus Ruanda und fernen Länder wartete der Eine-Welt-Laden auf. Pfadfinder luden am Lagerfeuer zum Stockbrot ein, die Katholische Jugend auf der Pfarrwiese zu Sackhüpfen und Bastelarbeiten. Wer den Förderverein Martinskirche unterstützen wollte, konnte das unter anderem mit einem Glas Wein oder Sekt aus Flaschen mit einem speziellen Etikett.

Joachim Schwitalla
Fotos: Matthias Schwarz

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