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Abschiedsraum

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Der Abschiedsraum wurde neu gestaltet und befindet sich in Haus 3 auf der Ebene -1. Nach einem Vorraum, in dem von Jugendlichen gestaltete Bilder zum Thema „Sterben und Tod“ hängen, gelangen Angehörige zum Abschiedsraum. Auf den Ruf einer sich dort befindenden Klingel werden Angehörige in den Abschiedsraum hinein begleitet. Sie haben dort die Möglichkeit Abschied zu nehmen von einem lieben Verstorbenen, der in Würde aufgebahrt wird.

Angehörige können Ruhe finden zum Nachdenken, zum Trauern, zum Gebet, und wenn dies gewünscht wird, erhalten sie auch den Beistand eines katholischen oder evangelischen Seelsorgers oder einer Seelsorgerin durch Wort und Sakrament. Damit nichts stört oder ablenkt, ist der Raum bewusst schlicht gehalten.

Kreuz und Kerze, oder bei muslimischen Gläubigen ein Gebetsteppich, weisen über das Irdisch-Vergängliche hinein in das Beständige, Unvergängliche, Ewige. Auch das von der Herxheimer Künstlerin Monika Brückner gestaltete dreiteilige textile Werk sucht diese Verbindung. Im unteren Teil stellen die einzelnen verwobenen Fäden die Lebensfäden des Verstorbenen dar. Nach einer griechischen Legende spinnen die Schicksalsgöttinnen, genannt Moiren, diese Lebensfäden. Solche symbolischen Lebensfäden sind Teil eines jeden Menschen und Angehörige sind Teil des Gewebes, das den Verstorbenen gehalten und getragen hat. Diese gewebten Lebensfäden reichen in den oberen, helleren Bereich, den Bereich des Lichts, das die Unvergänglichkeit symbolisiert. Helligkeit und Wärme umgeben den Verstorbenen, auch ausgedrückt durch das Material, die naturfarbene Wolle.

Klinikpfarrerin Jutta Rech