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GEMEINSAM FÜR DEN FRIEDEN

Erstellt von Stefan Bergmann | |   ACK

Seit Jahren arbeiten in zahlreichen Kaiserslauterer Gemeinden viele Menschen an einem guten Miteinander

zwischen Katholiken und Protestanten. Dabei reicht das Spektrum von regelmäßigen Gottesdiensten

in nachbarschaftlicher Verbundenheit wie etwa bei der Protestantischen Stiftskirchengemeinde und der

Katholischen Gemeinde St. Martin, oder die Katholische Gemeinde Christ König, die dauerhaft als Gast in der

Protestantischen Pauluskirche ihre Gottesdienste feiert bis hin zu gemeinsamen Gemeindefesten und

Aktionen in vielen Gemeinden in der Stadt.

Seit Jahren feiern nicht nur protestantische und katholische Gemeinden an Pfingsten die „Nacht der Kirchen“, auch mehrere Freikirchen sind mit dabei. Über 20 Kirchen aus sieben Konfessionen haben 2018 die Kirchennacht einmütig in einem Geist verbunden erlebt.
Seit Jahren gibt es bereits ein ökumenisches Friedensgebet im November in der Kirche Maria Schutz. Drei
Gemeinden haben bisher dazu eingeladen.
Dieses Jahr ist der Kreis größer geworden, denn 2018 haben 19 christliche Gemeinden die „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Kaiserslautern“, kurz „ACK Kaiserslautern“ gegründet. Nach fast zwei Jahren Vorarbeit waren sich die 19 Gemeinden einig in dem Wunsch, die bereits bestehende partnerschaftliche Zusammenarbeit zuintensivieren und eine Struktur zu schaffen, in der die stadtweite Organisation gemeinsamer Aktionen besser koordinierbar ist und der Austausch über direkte Nachbarschaften hinaus wachsen kann.
Beim ersten offiziellen „ACK“ Friedensgebet am 7. November war das zu spüren. Die Wallfahrtskirche
Maria Schutz in der Bismarckstraße war mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus über einem
Dutzend verschiedener Gemeinden und Konfessionen gut gefüllt. Im einhundertjährigen Gedenkjahr zum
Ende des Ersten Weltkrieges und zum achtzigjährigen Gedenkjahr zur sogenannten „Reichsprogromnacht“
lautete das Thema dieses Jahr: „1918 - 1938 - 2018 Friedenszeichen setzen“.
Protestantische, Katholische, Altkatholische, Methodistische und Vertreter aus der Baptistischen Freikirche
hatten das Friedensgebet vorbereitet. Da kamen Christinnen und Christen aus Konfessionen zusammen,
die sich noch vor einer Generation gegenseitig offiziell oder unter vorgehaltener Hand das richtige Christsein
abgesprochen haben. Ein friedliches Friedenszeichen für Kaiserslautern: Die große Mehrheit der Gemeinden
stehen zusammen und entdecken gerade in den Unterschieden ihrer Glaubenspraxis, dass sie zu einer
unsichtbaren Kirche gehören, Schwestern und Brüder sind.

Stefan Bergmann

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