Über Islam und Islamismus
»Muslime sind nach dem Koran nicht verpflichtet, ein Kopftuch zu tragen. Darauf hat die promovierte Politologin Gabriele Berrer-Wallbrecht verwiesen. Auf Einladung der katholischen Studentenverbindung Merowingia sprach sie an der Technischen Universität Kaiserslautern über „Kopftuch und Demokratie“.«
Das Tragen eines Kopftuchs sei die private Entscheidung einer jeden muslimischen Frau. „Der Islam gebietet das nicht!“ Weiter betonte die protestantische Christin, die fünf orientalische Sprachen spricht und die Hälfte von insgesamt 46 islamischen Ländern bereiste, dass nach dem Propheten Mohammed Frauen und Männer vor Gott gleich seien. „Frauen sind nach dem Koran gut zu behandeln.“ Auch verlange der Koran für die Religionsausübung keinen Zwang.
Einen deutlichen Unterschied müsse man zwischen Islam und Islamismus machen. Was die Taliban in Afghanistan anrichten habe mit dem Islam nichts zu tun. „Das ist ein Beispiel für Islamismus. Das ist die Pervertierung der Religion aus machtpolitischem Kalkül.“ Das habe auch die aus Kabul stammende und durch den Kopftuchstreit bekannte Lehrerin Fereshta Ludin gewusst. Das Ansinnen Ludins, in einem freien Land wie der Bundesrepublik dafür zu kämpfen, die Unfreiheit zuzulassen, bezeichnete sie als „Irrsinn hoch fünf“ und einen Mangel an muslimischer Solidarität. Das Kopftuch zu tragen bedeute, Abgrenzung, verhindere Integration und unterdrücke die Frau, konstatierte die profunde Kennerin des Islams. Berrer-Wallbrecht: „Ich erwarte von Muslimen wie von Christen mehr Bekenntnis zu den Menschenrechten und der Freiheit. (jsw)
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