Die Kirche
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Zur Baugeschichte...
Im Westen der Stadt wurde 1911 mit dem Bau des Reichsbahn-Ausbesserungswerkes und des Großverschiebebahnhofs begonnen. Daher mussten auch Wohnungen errichtet werden. Eisenbahnverwaltung und Baugenossenschaft Bahnheim errichteten in diesem Gebiet bis zum Jahre1930 etwa 400 Wohnungen.
In diesem Gebiet, Bahnheim genannt, wurde im Juli 1928 der erste Kindergarten unter der Leitung von Schwester Benedictina eröffnet.
In den Jahren 1936-1938 entstanden weitere Siedlungen wie Lothringer Schlag, Pfeifertälchenund an der Saarbrücker Landstraße. 1939 kam Bischof Dr. Ludwig Sebastian zur Besichtigung. Es wurde beschlossen, sobald als möglich einen Expositus ins Bahnheim zu schicken.
Am 1. Januar 1941 wurde die Expositur offiziell errichtet. Ab diesem Datum wurde auch der bisher zu Kindsbach gehörende Einsiedlerhof in die Expositur St. Konrad übertragen. Die Gläubigen von Einsiedlerhof mussten zu den Gottesdiensten ins Bahnheim fahren. Am 29. September 1944 wurde neben vielen Häusern auch der Kindergarten durch Bomben zerstört. Der Gottesdienst wurde bei verschiedenen Familien im Wohnzimmer gefeiert. Auf dem Einsiedlerhof war Gottesdienstfeier nur noch bis Weihnachten im Saal der Wirtschaft Scherdt möglich. Später wurde eine Baracke an der Kaiserstraße aufgestellt, in der ein Kindergarten und Räume für die Jugend eingerichtet wurden. Im Bereich von St. Konrad wurde ebenfalls eine Baracke errichtet. Sie enthielt den Gottesdienstraum und den Kindergarten, Versammlungsräume und Wohnungen für den Expositus, die Schwester und eine Familie. Das Leben in der Baracke konnte nicht von Dauer sein. Daher wurde 1952 ander Reichswaldstraße das katholische Gemeindehaus gebaut. Es diente als Schwesternhaus mit Wohnung für den Pfarrer und als Kindergarten, der auch als Notkirche Verwendung fand.
1953 konnte für die Notkirche Einsiedlerhof die erste Glocke geweiht werden. 1955 wurde die Kirche St. Raphael auf dem Einsiedlerhof gebaut und geweiht. Der Pfarrer und der erste Kaplan konnten 1956 in das neu erbaute Pfarrhaus einziehen.
Im November 1956 ging es an den Kirchenbau. Am 20. Oktober 1957 war der Tag der Einweihung. 1962 war das noch fehlende Jugendheim erstellt. 1964 wurde das Jugendheim Deutschherrn in Einsiedlerhof eingeweiht.
Es folgte die Abtrennung der Pfarrei Heilig Kreuz auf dem Bännjerrück und der Bau der dortigen Kirche.
Die Anschaffung eines neuen Kreuzes in der Kirche St. Konrad, die Aufstellung einer Teilorgel, der Einbau einer Lautsprecheranlage, die Erweiterung des Kindergartens (1975) für hundert Kinder und der Um- und Anbau des Jugendheimes zu einem Pfarrzentrum (1979) machte die äußere Arbeit aus, in deren Mittelpunkt jedoch der Mensch steht.
Im Jahr 1976 wurde die Orgel fertiggestellt. Aufgrund verschiedener Spenden und Sonderkollekten war es in den Jahren 1996/1997 möglich, den lang gewünschten Kreuzweg und ein neues Altarkreuz vom namhaften Künstler Hermann Josef Runggaldier aus St. Ulrich/Südtirol anzuschaffen.
Im Jahr 2000 wurde das sanierungsbedürftige Kirchendach durch ein Kupferblech ersetzt. Gleichzeitig wurde das Dachkreuz der Kirche restauriert.
Katholikenzahl: 3.000
Der Innenraum
... unserer Kirche ist weit, hell und ausladend. Im Zentrum steht der Altar aus weißem Marmor über dem gleichsam als Blickfang das Kreuz mit dem Corpus hängt. Fluchtpunkt der Kirche. In der künstlerischen Gestaltung entsprechen sich Kreuz und der Kreuzweg zur Rechten.
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Unser Kreuzweg ist sehr schön gestaltet. Der warme Erdton vermischt sich mit Flächen von Gold und verbindet so Himmel und Erde, Gottheit und Menschheit Christi. Zu Beginn dominiert der Erdton, am Ende mit der Auferstehung dominiert das Gold, als Sphäre des Himmels. So heißt es im apostolischen Glaubensbekenntnis:
"Er sitzt zur rechten Gottes, des allmächtigen Vaters."
Die einzelnen Stationen sind:
1. Jesus vor Pilatus
2. Jesus trägt das Kreuz
3. Jesus fällt zum ersten Mal
4. Jesus begegnet seiner Mutter
5. Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz zu tragen
6. Jesus begegnet Veronika
7. Jesus fällt zum zweiten Mal
8. Jesus begegnet den weinenden Frauen
9. Jesus fällt zum dritten Mal
10. Jesus wird seiner Kleider beraubt
11. Jesus wird ans Kreuz geschlagen
12. Jesus stirbt am Kreuz
13. Kreuzabnahme
14. Jesus wird in den Schoß seiner Mutter gelegt (Piéta)
15. Jesus wird ins Grab gelegt
16. Auferstehung
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Die Decke unserer Kirche erinnert an ein Zeltdach. Es soll die Gemeinde an das Alte Testament erinnern, in dem Gott mitten unter seinem Volk in einem Zelt weilt. Er ist also nicht irgendwo weit weg "im Himmel", sondern mitten unter der versammelten Gemeinde. So heißt es in Exodus 25,8:
"Macht mir ein Heiligtum! Dann werde ich in ihrer Mitte wohnen."
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