Bistümer starten Initiative "Katholisch werden"

»"Katholisch werden" - unter diesem Slogan haben die Bistümer Limburg, Mainz, Speyer und Trier am 1. Dezember eine gemeinsame Initiative gestartet. Ihr Ziel ist es, Menschen, die nach einem Kirchenaustritt wieder in die Kirche zurückwollen oder die sich für das Christwerden und die Taufe interessieren, in kurzer Zeit eine Begleitperson zu vermitteln.«

Über die zentrale Rufnummer 0 18 01 - 301010 (zum Ortstarif) oder die Internetseite www.mach-dich-auf-und.com können Eintrittswillige einen Ansprechpartner erreichen, der sie an die richtige Stelle weiterleitet.

Zudem wurden im Bistum Speyer acht Kontaktstellen für den Kircheneintritt in Homburg, St. Ingbert, Kaiserslautern, Landau, Ludwigshafen, Neustadt, Pirmasens und Speyer errichtet. Informationen zum Thema geben auch der Besucherdienst im Speyerer Dom sowie die Mitarbeiter/innen im Lichtpunkt, der Passantenseelsorge im S-Bahnhof Ludwigshafen Mitte.


Mit der neuen Initiative reagieren die vier Bistümer auf das seit einigen Jahren wachsende Interesse an der Erwachsenentaufe und dem Wiedereintritt in die Kirche. Auf einer Pressekonferenz in Mainz verwies Kardinal Karl Lehmann zudem auf einen deutlichen Rückgang der Kirchenaustritte. Auf der Suche nach Sinn entdeckten viele Menschen eine "neue Bedeutung von Religion, Glaube und Kirche", so der Kardinal. Zu den günstigeren Ausgangsbedingungen für die Lage der Kirche hätten zweifelsohne das Ansehen von Papst Johannes Paul II., die Wahl eines Papstes aus Deutschland, "der auch unter Intellektuellen eine hohe Anerkennung findet", und das Gelingen des Weltjugendtages in Köln beigetragen. Mit der Initiative der rheinland-pfälzischen Bistümer würden zusätzliche Möglichkeiten der Begegnung für Menschen geschaffen, die etwa in persönlichen Krisen nach Antworten suchen.

"Menschen auf dem Weg in die Kirche brauchen Seelsorger, die sie kompetent und einfühlsam begleiten", erläuterte Dr. Thomas Kiefer vom Bischöflichen Seelsorgeamt Speyer das Konzept. In der Regel werde dies der Pfarrer am Wohnort sein. "Besonders qualifizierte Ansprechpartner finden Eintrittswillige in allen vier Diözesen ab sofort aber auch in Kontaktstellen oder Einrichtungen der City-Seelsorge", so der Pastoralreferent, der seit einigen Jahren erwachsene Taufbewerber in den Glauben einführt.

Kontaktadressen