Unsere Kirchengemeinde hat einen neuen Pfarrer
»Artikel aus "Die Rheinpfalz"
Hochspeyer. Ab 1. September hat die protestantische Gemeinde Hochspeyer/Fischbach und Waldleiningen mit 3000 Gemeindegliedern einen neuen Pfarrer. Der Nachfolger von Dekan Stefan Kuntz, Pfarrer Norbert Roth und dem „nebenamtlichen Verwalter“ Pfarrer Dietrich Bardens heißt Max Eisfeld und ist 50 Jahre alt. Gleich am Sonntag (5.9.) wird er anlässlich des Gemeindefestes seine erste Predigt halten. „Da kann die Gemeinde ihren neuen Pfarrer mal beschnuppern“, lächelt Eisfeld. Mit Optimismus und Freude tritt er diese neue Aufgabe an und fühlt sich nach eigenen Aussagen „sehr willkommen geheißen“......«
Unsere Kirchengemeinde hat einen neuen Pfarrer
Artikel aus "Die Rheinpfalz"
Hochspeyer. Ab 1. September hat die protestantische Gemeinde Hochspeyer/Fischbach und Waldleiningen mit 3000 Gemeindegliedern einen neuen Pfarrer. Der Nachfolger von Dekan Stefan Kuntz, Pfarrer Norbert Roth und dem „nebenamtlichen Verwalter“ Pfarrer Dietrich Bardens heißt Max Eisfeld und ist 50 Jahre alt. Gleich am Sonntag (5.9.) wird er anlässlich des Gemeindefestes seine erste Predigt halten. „Da kann die Gemeinde ihren neuen Pfarrer mal beschnuppern“, lächelt Eisfeld. Mit Optimismus und Freude tritt er diese neue Aufgabe an und fühlt sich nach eigenen Aussagen „sehr willkommen geheißen“......
15 Jahre war er Stadtjugendpfarrer in Kaiserslautern und hatte unter anderem den „Konfi-Cup“ aus der Taufe gehoben. Darum war auch seine erste Amtshandlung, ein Konzept für eine Konfirmandenarbeit in Form der Jugendarbeit zu entwickeln. Die so genannten fünf Hauptstücke des Kleinen Katechismus (zehn Gebote, Glaubensbekenntnis, Vaterunser, Taufe und Abendmahl) dienen als inhaltliche Orientierung und formen den Rhythmus, erläutert Eisfeld. Entgegen den bisherigen Wochenstunden werden die Präparanden nur noch acht Mal wochentags im Laufe des Jahres zum Unterricht zusammen kommen. Darüber hinaus sollen sie im Gottesdienst vorgestellt werden und auch selber Gottesdienste gestalten, sich in einer Präparandenfreizeit kennen lernen und auch beim Konfi-Cup mitfahren. Die Konfirmanden selbst haben keinen Wochenunterricht mehr, dafür drei Mal Wochenend-Konfirmandenunterricht, Praktika und ein Treffen mit dem Fotografen Thomas Brenner unter dem Motto „Eintauchen in das Leben.“ Geplant ist auch ein Konfi-Frühstück mit anschließendem Kirchgang und Nachbereitung. „Damit möchte ich ihnen ein Gefühl für den Erwachsenengottesdienst geben und sie nicht mit den Eindrücken allein lassen.“ Dass die Jugendlichen mehr in den Gottesdienst gehen würden und das vor allem zusammen mit ihren Eltern, wünscht sich der gebürtige Ludwigshafener sehr. „Zwingen kann ich keinen.“ Mit 30 Präparanden und 36 Konfirmanden sei seine neue Gemeinde stark vertreten. „Das war auch ein Grund, warum ich gern nach Hochspeyer wollte.“ Bisher habe er es als Privileg angesehen, mit dieser Altersgruppe zu arbeiten, in der Werte entwickelt und gefestigt werden. Außer diesem Standbein, das aus seiner alten Tätigkeit als Stadtjugendpfarrer käme, freue er sich aber auch auf den Gottesdienst mit Taufe, Beerdigung und Hochzeit und auf den Kontakt mit vielen für ihn heute noch unbekannten Menschen. Sobald das Pfarrhaus in der Hauptstraße in Hochspeyer renoviert ist, wird er mit Frau und vier Kindern einziehen. Der begeisterte Schwimmtrainer fand durch zufällige Einbindung in die kirchliche Jugendarbeit zum Theologiestudium. Das absolvierte er in Mainz mit Abstechern nach Heidelberg, Marburg und Frankfurt. Sein Vikariat fand in Ludwigsburg statt. Bevor er Stadtjugendpfarrer wurde, war er gleichzeitig Gemeindepfarrer in Winterbach sowie Krankenhausseelsorger in Zweibrücken. Er kommt jetzt direkt aus einem halben Jahr Berufsschulunterricht in Kaiserslautern und einem halben Jahr Tätigkeit am religionspädagogischen Zentrum Ludwigshafen. „Im Leben eines Menschen gibt es immer mal eine Gottesferne“, resümiert er. „Mit den Jugendlichen habe ich ein Zeitfenster von etwa sechs Jahren, um sie in die Kirche einzubinden. Erst die etwa 30-Jährigen beginnen wieder, sich mit Gott zu beschäftigen, wenn sie selbst eine Familie gründen wollen.“ Er liebe seinen Beruf. In ihm habe er ein hohes Maß an Freiheit, um nach seiner Überzeugung in dieser Welt etwas bewegen zu können. Ingrid Boie-Rode
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