Kirchen in Kaiserslautern

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Prot. Lukaskirchengemeinde

Liebe Leserin, lieber Leser!


Ein See mitten im Wald. Fichten, Buchen, Birken drum herum. Die Kronen der Laubbäume sind schon fast kahl. Dunkel und ganz glatt die Wasseroberfläche. Als würden die Birken und Gräser und Binsen nicht nur himmelwärts, sondern auch durch die Wasserfläche hindurch nach unten wachsen, so spiegeln sie sich darin. Fast unmerklich treibt der kleine Teppich von braunem Laub auf den Abfluss des Weihers zu. Man muss schon genau schauen, um diese gemächliche Bewegung überhaupt wahrzunehmen. Ringsum kein Laut. Still ruht der See.
Je länger ich meinen Blick übers Wasser gleiten lasse, desto ruhiger werde ich selbst. Es ist, als würde die Atmosphäre mich einhüllen. Als würde die Ruhe des Momentes in mir zu einem weiten Raum werden. Worte können ähnliche Wirkungen entfalten wie optische Eindrücke. Auch Worte können mir Räume eröffnen, können mich einhüllen, mich verzaubern, mich ruhig machen. Auch Worte können zum Bild werden, das seine Atmosphäre verströmt und Ruhe und Frieden in uns wirkt. Solche zum Beispiel, wie sie vom Messias und seinem Friedensreich gemalt werden:

Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein
und die Treue der Gurt seiner Hüften.
Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen
und die Panther bei den Böcken lagern.
Ein kleiner Knabe wird Kälber
und junge Löwen und Mastvieh
miteinander treiben.
Kühe und Bären werden zusammen weiden,
dass ihre Jungen beieinander liegen,
und Löwen werden Stroh fressen wie die Rinder.
(Jesaja 11, 5-7)


Tauchen Sie ein in diese verheißungsvollen Worte. Lassen Sie diese Bilder in sich wirken. Sie schaffen Raum für Ruhe und Frieden. Nehmen Sie sie mit durch die Adventszeit und freuen Sie sich auf Weihnachten.

Es grüßt Sie herzlich Ihre Regine Urbatzka, Pfarrerin