Kirchen in Kaiserslautern

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Im Rückblick: Eine Stiftung für die Stiftskirche

»Eine Stiftung soll der Stiftskirche künftig zur Seite stehen und das protestantische Gotteshaus als kirchliches Zentrum der Stadt erhalten. „Mit der Unterstützung vieler Bürger wollen wir die Instandsetzung und die Unterhaltung der Kirche fördern“, erläuterte Dekanin Angelika Keller.«

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Mit dem Aufbau der „Stiftung Stiftskirche Kaiserslautern“ soll das Wertvolle der Stiftskirche, des Bauwerks und seiner Bedeutung für die Menschen in Kaiserslautern bewahrt werden. „Zur feierlichen Gründungsveranstaltung am Freitag, 10. Juni, 19 Uhr, in der Stiftskirche sind die Lauterer Bürger herzlich eingeladen“, verweist Keller auf ein Festbankett. Im Kirchenraum werde bei Livemusik mit dem Trio Tango Palatino und angenehmer Unterhaltung ein mehrgängiges Menü gereicht. Die Hälfte des Eintrittspreises von hundert Euro pro Person komme der Stiftung zugute.
Die Stiftskirche ist eine der bedeutendsten Hallenkirche ihrer Art zwischen Rhein und Saar. „Sie prägt das Bild unserer Innenstadt, sie bildet das Zentrum für Kaiserslautern und seine Menschen“, betont die Dekanin. Für die evangelische Kirche der Pfalz und für ihre Gemeinde sei diese Kirche von ganz besonderer Bedeutung, hebt sie hervor. Im August 1818 wurde mit einem Festzug der Generalsynode von der kleinen lutherischen Kirche am Rittersberg zur größeren reformierten Stiftskirche die Kirchenvereinigung eingeläutet. Ein anschließender feierlicher Gottesdienst in der Stiftskirche besiegelte die Union von Lutheranern und Reformierten endgültig. Keller: „Die Stiftskirche wurde zur Mutterkirche der Union einer vereinigten protestantischen Kirche.“
Die Gemeinde tue alles, um die Kirche zu erhalten und mit Leben zu füllen, sagt Keller mit Blick auf zahlreiche Aktivitäten. Neben einem regen Gemeindeleben fänden bedeutende Gottesdienste statt, die Besucher von weit her nach Kaiserslautern kommen ließen. Die Stiftskirche bewahre die Tradition der Landeskirche und öffne sich gleichzeitig dem Geist der Zeit, verwies Keller auf die Citykirchenarbeit mit ihrem vielfältigen kulturellen und spirituellen Angebot. Große kirchenmusikalische Konzerte kämen zur Aufführung. Von einem der Westtürme erklinge seit kurzem das Carillon. Ehrenamtliche Mitarbeiter machten es möglich, die Tore der Kirche für Besucher Tag für Tag zu öffnen.

Hintergrund für die Gründung der Stiftung ist nach den Worten Kellers der hohe finanzielle Aufwand für die Gemeinden, die künftig für ihre Immobilien Instandsetzungsrücklagen bilden müssten. Zur Stiftskirchengemeinde gehöre auch die Kleine Kirche. Beides seien historisch bedeutende Gebäude. Aus eigener Kraft könne die Gemeinde Reparaturmaßnahmen nicht schultern. Seit einem Jahr trage sie sich mit dem Gedanken eine Stiftung zu gründen. Nachdem sie für ihr Anliegen namhafte Persönlichkeiten als Stifter habe gewinnen können, stehe dem Gründungsakt nun nichts mehr im Wege. Stolz verweist Keller auf das anfängliche Stiftungskapital von 35.000 Euro.
Eintrittskarten für die Gründungsveranstaltung mit Festbankett sind im Protestantischen Dekanat Kaiserslautern, Stiftsstraße 2, Telefon 0631 / 63 171, erhältlich. (jsw)

 

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