Auf ein Wort

Abgesichert ? !


Wir befinden uns oft in Gefahr, obwohl uns das meist gar nicht bewusst ist. Leben ist ein Risiko. Plötzlich kann sich alles verändern, was unsere Gesundheit angeht, unsere Familie, unseren Beruf. Wird uns das klar, dann melden sich uns die unterschiedlichsten Bedürfnisse uns abzusichern. Weil jeder Mensch ein Stück Sicherheit braucht. Das gehört offenbar zu den Grundbedürfnissen. Das kleine Kind braucht diese Sicherheit von Anfang an. Bekannte Gesichter, die für Nähe und Zärtlichkeit stehen. Brust oder Flasche für Nahrung. Ja, bis hin zum alten Menschen brauchen wir Absicherung.
Deshalb hat sich auch eine regelrechte Versicherungsindustrie entwickelt. Lebens- und Haftpflichtversicherung, Brand- und Unfallversicherung, Pflege- und Sterbeversicherung, … Die Aufzählung ließe sich noch lange fortsetzen.
Nur: Solche Verträge sind immer wieder mit Ausschlussklauseln verbunden. Situationen angedeutet, in der die Versicherung dann doch nicht greift. Und ganz schnell ist gelernt: Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz. Ganz und gar abgesichert sein, das geht nicht.

Wohl dem, der sich auf Gott verlässt. So heißt es im Psalm 84. Sollte das die Alternative sein? Abgesichert bei Gott? So dass einem, der glaubt und vertraut, nichts mehr passiert? Das riecht mir sehr nach einem Automatengott. Oben Glaube und Vertrauen eingeworfen, kommt unten risikofreies, unbeschadetes Leben heraus.
Wohl dem, der sich auf Gott verlässt. Ist das am Ende auch ein Werbeslogan, der nur da ist, um Kunden zu locken?
Ich meine, dass der, der sich auf Gott verlässt, immer noch vor den Risiken des Lebens steht. Allerdings dabei Unterstützung hat, eine Kraftquelle sozusagen, um die Risiken des Lebens zu meistern, zumindest aber nicht an ihnen zu zerbrechen. So abgesichert zu sein finde ich gut. Weil es eine ehrliche Sache ist.

W. Pfleger