Kirchen in Kaiserslautern

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Auf ein Wort

Wo es herkommt …



„Eigenlob stinkt.“ - Diese Redewendung kennt fast jeder. Man klopft sich nicht auf die eigene Schulter, könnte man die Gedanken des Jeremia heute ausdrücken:

Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums. Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der Herr bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden. (Jeremia 9, 22+23)

Niemand kann etwas dafür, was er oder sie weiß und ist. Was ich bin, bin ich aus Gnade, sagt Paulus. Der wahre Weise weiß das. Aber trotzdem: Ein bisschen kann man doch immer dafür. Man kann sich bilden wollen, man kann nachfragen, forschen, auf Einsicht hoffen und durch Zweifel am Vorhandenen vorankommen wollen.

Gnade ist nicht etwas, was über die einen hereinbricht und die anderen meidet. Jeder Mensch kann mehr, als er sich zutraut. Jeder Mensch sollte zugleich auch vorsichtiger oder zurückhaltender sein, als er oder sie sich einbildet. Wollen ist das eine, Vermögen und Können sind das andere. Es ist ein schmaler Grat auf dem wir uns da bewegen, pendeln zwischen Selbstzweifel und Selbstüberschätzung.

Deshalb brauchen wir immer mal wieder jemanden, der darüber mit uns im Gespräch ist. Und wenn dieses Gegenüber es ehrlich meint, dann sind solche Gespräche kein Zuckerschlecken. Sie sind es nie, wenn es ehrlich zugeht. Aber wenn sie wohlwollend bleiben, dann haben wir etwas davon. Eine gute Einschätzung unserer Person und Gewissheit wo was herkommt!

M.Becker / W.Pfleger