Neue Farben im Gottesdienst

Als eine der letzten evangelischen Kirchen in Deutschland hat im vergangenen Jahr nun auch die pfälzische Landeskirche die Albe (weißes Gewand) als Gottesdienstbekleidung neben dem herkömmlichen schwarzen Talar zugelassen. Die Albe ist das älteste liturgische Gewand in der christlichen Kirche. Sie ist daher nichts katholisches, sondern etwas allgemein christliches und ist ebenso in vielen evangelischen Kirchen Europas und den U.S.A. verbreitet.
Der Talar hingegen ist urspünglich keine kirchliche Tracht, sondern Bekleidung der Gelehrten im Mittelalter. 1848 wurde der Talar vom bayerischen König für die Pfarrer in seinem Herrschaftsgebiet, also auch in der Pfalz, vorgeschrieben. Dabei ist Schwarz keine kirchliche Farbe. In der Bibel und im Empfinden der Menschen steht Schwarz/Dunkel im Gegensatz zum Licht und damit zu Gott und seiner Herrschaft und Herrlichkeit.
Weiß dagegen ist die Farbe für Gott und so für die Christusfeste Weihnachten und Ostern, für die Auferstehung und das neue Leben.
Dazu kommen die Farben:
Rot = Heiliger Geist, Glaube, Liebe (Pfingsten, Konfirmation);
Grün = Wachsen und Reifen im Glauben und in der Nachfolge von Jesus (Trinitatiszeit und Epiphaniaszeit);
Violett = Farbe der Buße und Umkehr zu Gott (Advent und Passionszeit).

So wird zur Albe noch eine Stola (eine Art Schal) in der Farbe der jeweiligen Kirchenjahreszeit getragen.
Wir hoffen zusammen mit den Presbyterinnen und Presbytem, dass die neuen Farben im Gottesdienst die Botschaft der Bibel unterstreichen und in der Gemeinde gut aufgenommen werden.