Kirchen in Kaiserslautern

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Der Kirchenbezirk - Historisches

Die Geschichte der Kirche in Kaiserslautern beginnt bei Kaiser Friedrich Barbarossa, der in Kaiserslautern zwischen 1152 und 1160 eine Burg er-richten lies.

Im Zuge des Ausbaus von Kaiserslautern berief Friedrich Barbarossa die Mönche des Prämonstratenser- Ordens in seine Stadt. Zuerst hielten sie in der Burgkapelle den Gottesdienst ab. Damit die Mönche wohnen und Seelsorge betreiben konnten förderte er den Bau eines Klosters und er-richtete ein Spital.

Neben ihrem Kloster bauten sie die Stiftskirche, die älteste Kirche der Stadt. Sie ist eine Hallenkirche mit Kreuzgewölbe aus rotem Sandstein im gotischen Baustil. Im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte wurde sie sowohl als Lazarett als auch als Reithalle verwendet. Die Stiftskirche (heute protestantische Pfarrkirche) gilt als die bedeutendste spätgotische Hallenkirche Südwestdeutschlands. Der Baubeginn des Chores fällt in die 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts, die Errichtung des Langhauses erfolgte im 14. Jahrhundert.

Später kamen auch die Franziskaner-Mönche nach Kaiserslautern. Im Jahre 1284 gründeten sie ihr Kloster mit der Martinskirche.

Kaiserslautern als Teil der Pfalz wurde schon sehr früh von der Reformation erfasst. Immerhin feiern wir dieses Jahr 450 Jahre reformatorische Geschichte in Kaiserslautern. Die Stadt wurde damit über viele Jahrhunderte eine vorwiegend evangelische Stadt, wobei das reformierte Bekenntnis vorherrschte.

Im 17. Jahrhundert scheiterten mehrere Versuche der Rekatholisierung, doch gelang es den Katholiken ab dem 18. Jahrhundert wieder Bedeutung in der Stadt zu erlangen.
Mit der gesamten Pfalz fiel 1815 auch Kaiserslautern im Zuge der territorialen Neuordnung durch den Wiener Kongress an Bayern. Damit kam es zu der paradoxen Situation, dass der katholische bayerische König Maximilian I. Josef Haupt der evangelischen Kirche wurde – und zwar sowohl der lutherischen als auch der reformierten Konfession.

Auf sanften Druck aus München hin vereinigten sich 1818 die lutherischen und reformierten Gemeinden zu einer einheitlichen unierten Kirche, die den Namen „Vereinigte Protestantisch-Evangelisch-Christliche Kirche der Pfalz“ trug, dem Vorläufer der heutigen Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantischer Landeskirchenrat).

Die Abstimmung über die Vereinigung wurde unter den Haushaltsvorständen abgehalten. Vom 02.- 16. August 1818 wurde in Kaiserslautern auf einer Generalsynode die Vereinigung beschlossen und mit einem Zug von der (lutherischen) „Kleinen Kirche“ (der heutigen Unionskirche) zur (reformierten) Stiftskirche gefeiert. Das 1883 von Professor Knoll geschaffene Unionsdenkmal in der Eingangshalle des Hauptportals erinnert an die kirchenpolitische Bedeutung der Stiftskirche als Geburtsstätte der „Pfälzischen Union".

Kaiserslautern wurde danach Sitz eines Dekanats. Zum Kirchenbezirk Kaiserslautern gehören heute alle protestantischen Kirchengemeinden innerhalb des Stadtgebiets (mit Ausnahme der Gemeinden in den Ortsteilen Siegelbach, Erfenbach und Mölschbach, die dem Kirchenbezirk Otterbach zugehören) sowie die Kirchengemeinden Hochspeyer und die Kirchengemeinde Schopp- Linden. Die in der Stadt gelegenen Gemeinden des Kirchenbezirks haben sich in der "Protestantischen Gesamtkirchengemeinde" zusammengeschlossen, in deren Trägerschaft sich die diakonischen Einrichtungen wie Kindergärten befinden.