Aktiver Klimaschutz mit System und Weitblick für 19 Kindergärten
»Bundesumweltministerium übernimmt 80 % der Kosten für Klimaschutzkonzept
Die Dekanin der protestantischen Kirche in Kaiserslautern, Angelika Keller, ist voller Tatendrang: “Nach der Zusage des Umweltministeriums über einen Zuschuss von 80 % der Kosten für die Erarbeitung eines Klimaschutzteilkonzepts, wollen wir uns gleich an die Arbeit machen. Bis zum Sommer wird jetzt in unserem Auftrag ein solches Konzept für 12 unserer 19 kirchlichen Kindergärten erstellt.“ Die Eckdaten der restlichen sieben Kindergärten werden ebenfalls mit in den Masterplan aufgenommen, um einen vollständigen Überblick über die Gesamtimmobiliensituation zu erhalten.«
Auslöser dafür, einen Antrag auf Fördergelder aus der nationalen Klimaschutzinitiative des Umweltministeriums zu stellen, waren die recht hohen Energiekosten für die Gebäude. Um diese nachhaltig zu senken und auch für die Zukunft „in den Griff“ zu bekommen wurde beschlossen, ein umfassendes energetisches Konzept für die nächsten fünf bis zehn Jahre erarbeiten zu lassen. Sämtliche Maßnahmen sollen dann zukünftig in Anlehnung an dieses Konzept beauftragt werden. Vorrang haben zunächst Vorhaben mit einer hohen energetischen Amortisation. Maßnahmen, die mit geringem finanziellem Aufwand umgesetzt werden können, sollen ebenfalls zeitnah realisiert werden. Größere Sanierungsvorhaben können geplant und in den Haushalt eingestellt werden.
Klimaschutz und Energieeffizienz sollen grundsätzlich berücksichtigt werden
Dekanin Keller „Auch wenn wir in Sachen Klimaschutz und Energiesparen mit einem unserer Kindergärten schon ein „Leuchtturmprojekt für die Region“ realisiert haben, schließlich weist unsere Anfang 2009 eingeweihte Kindertagesstätte im Passivenergie-Standard den anspruchvollsten Energiestandard von ganz Rheinland-Pfalz auf, soll das Thema Klimaschutz in Zukunft noch mehr in den Vor-dergrund rücken und bei allen Entscheidungen eine Rolle spielen.“ So sollen Konzepte zur Motivation von klimaschonendem Verbrauchs- und Nutzungsverhalten erarbeitet werden. Wichtig sei aber auch, alle Verantwortlichen mit ins Boot zu holen
Bei der Erstellung des Konzepts erfolgt als erster Schritt zunächst eine Erhebung des Ist-Zustands, darauf aufbauend werden dann Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs formuliert. Erwartet werden Sanierungsvor-schläge im Niedrigenergie- und Passivenergie-Niveau, Nutzungsmöglichkeiten von Wärmerückgewinnung oder auch Vorschläge zur Nutzungssteigerung der Gebäude durch eine Optimierung der Belegungszeiten. Darüber hinaus geht es auch um innovative Ideen bei der Einsparung von Beleuchtungs- und Heizungskosten.
Ansprechpartnerin:
Dekanin Angelika Keller
Protestantisches Dekanat Kaiserslautern
- Geschäftsstelle -
Telefon: 0631 63171
E-Mail: prot.dekanat.kl@t-online.de
Basis für die Förderung von Klimaschutzmaßnahmen ist die vom Bundesumweltministerium erlassene „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtun-gen im Rahmen der Klimaschutzinitiative“. Weitere Informationen über den hier relevanten Förder-baustein finden Sie im Merkblatt „Erstellung von Klimaschutz- und Teilkonzepten“.
Bei Fragen wenden Sie sich gern an:
„Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz" beim Deutschen Institut für Urbanistik
Telefon: 0221 34030815
E-Mail: kontakt@kommunaler-klimaschutz.de
Internet: www.kommunaler-klimaschutz.de
Auf dem Bild: von links: Kindertagesstättenleiterin Auf dem Seß Astrid Bernhart, Öberbürgermeister Klaus Weichel, Dekanin Angelika Keller, Ministerin Margit Conrad
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