Kirchen in Kaiserslautern

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Meinung

»Brot für die Welt Ein Projekt zum Stolz-Sein«

Am 1.Advent eröffnet BROT für die Welt seine 50. Aktion in Berlin unter dem Motto: "Es ist genug für alle da!“

Vor 50 Jahren rief der damalige Kirchenpräsident Hans Stempel die Pfälzer Protestanten zu einem echten Opfer für BROT für die Welt auf. Die Ärmsten der Armen brauchen unsere Hilfe. “Sie haben kaum eine Hand voll Reis...und wir machen Statistiken, wieviel Wein wir getrunken und wieviele Würste wir gegessen haben. Nötig ist eine Statistik der Liebe.“

353.000.-DM sammelten die Pfälzer Protestanten 1959. Heute bringen sie über 1 Million Euro jährlich auf. Im nächsten Jahr wird wohl die Grenze von 2 Milliarden Euro Opfer für BROT für die Welt in Deutschland erreicht.

Von Anfang an ist BROT für die Welt eine Ge meinschaftsaktion der evangelischenLandes- und Freikirchen, ein Werk,worauf die Protestanten stolz sein können.

BROT für die Welt ist bekannt. Es wird mit der Protestantischen Kirche identifiziert und in der Fachwelt als vorbildhaft angesehen. Dies hängt damit zusammenen, daß sämtliche Spendengelder genauesten Verwendungsnachweisen unterliegen, dass die Verwaltungskosten gering sind und dass sich die Zusammenarbeit mit den Kirchen in Asien, Afrika und Lateinamerika und sonstigen Partnern bewährt hat.

Bis 2007 hat BROT für die Welt mehr als 20.000 Projekte finanziert, zum Beispiel das Strassenkinderprojekt in Costa Rica, das durch den Besuch einer Kindergruppe während der WM 2006 in Kaiserslautern bekannt wurde. Der Leiter des Projektes konnte stolz darauf verweisen, wie er Strassenkinder in die Schule und ins Berufsleben integrieren konnte und wie in engem Zusammenwirken mit der dortigen ev.Kirche und mit BROT für die Welt eine sinnvolle Überprüfung des Projektes und eine kontinuierliche Fortentwicklung gesichert wird.

Generell werden über die Partnerkirchen Anträge an BROT für die Welt gerichtet, werden dort überprüft und dann zur Genehmigung an die Arbeitsgemeinschaft Ökumenische Diakonie weitergeleitet. Diesem Gremium genört auch Professor Dr.Michael Hauff von der Uni Kaiserslautern an. Bei wohlwollendem Bescheid finanziert BROT für die Welt das Projekt, wobei regelmäßige Überprüfungen stattfinden.

Als Grundsatz der Entwicklungsarbeit gilt nach wie vor: HILFE ZUR SELBSTHILFE, nämlich Menschen im Elend zu befähigen, ihre eigene Situation positiv zu verändern.

Bei der Inlandsarbeit darum, für die Armen einzutreten und zwar durch Öffentlichkeitsarbeit und Einflußnahme auf die entwicklungspolitischen Rahmenbedingungen.

Bekannt sind in diesem Zusammenhang sicher die Kampagne gegen Kinderarbeit (Teppichkinder), das Aktionsbündnis gegen Landminen oder die Kampagne für gerechten Welthandel. BROT für die Welt ist dankbar, wenn in Kaiserslautern im Weltladen in der Steinstrasse fair gehandelte Waren vertrieben werden, die dazu helfen, daß Kleinbauern in Asien,Afrika und Lateinamerika menschenwürdig leben können.

Übrigens arbeitet BROT für die Welt im Rahmen einzelner Projekte eng mit Misereor und anderen Hilfsorganisationen zusammen.

Es ist gut,wenn wir ,wie vor 50 Jahren, BROT für die Welt unterstützen, damit „STATISTIKEN DER LIEBE“ geschrieben werden können.
Berthold Gscheidle, Dekan i. R. ( Otterbach), Mitglied der "Brot-Zeit-Gruppe"