Kirchen in Kaiserslautern

    sitemap  |  Impressum  |  Druckversion   



Interview mit Klaus Weichel

„Es wird an vielen Stellen Gutes geboten“
Interview mit Dr. Klaus Weichel,
zukünftiger Oberbürgermeister von Kaiserslautern

Frank Schuster, Pfarrer an der Versöhnungskirche auf dem Bännjerrück, hat Dr. Klaus Weichel, der im September sein Amt als Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern antritt, einige Fragen gestellt.

Welche Berührungspunkte gibt es zwischen Ihnen und der evangelischen Kirche?

Institutionelle Berührungspunkte gab es bislang überwiegend in meiner Zeit als Jugenddezernent der Stadt Kaiserslautern als ich eng mit den kirchlichen Trägern der Kitas zusammengearbeitet habe. Das in dieser Zeit entstandene langfristige Sanierungsprogramm wird heute noch abgearbeitet. Zudem gab und gibt es viele wertvolle persönliche Begegnungen mit protestantischen Pfarrerinnen und Pfarrern.

Welche Erwartungen und Hoffnungen knüpfen Sie als neuer OB an die Protestanten in Kaiserslautern?

Die gleichen wie an alle übrigen Bürgerinnen und Bürger auch. Ich hoffe auf einen respektvollen und toleranten Umgang miteinander und einen regen Gedankenaustausch zum Wohle der Stadt Kaiserslautern.

Die protestantische Gesamtkirchengemeinde Kaiserslautern mit ihrer Vorsitzenden Angelika Keller ist mit gut 250 Mitarbeitenden ein mittelständisches Unternehmen, das vielfältige Kontakte mit der Stadt pflegt. Worin sehen Sie die zukünftigen Herausforderungen in der Zusammenarbeit?

Die ersten Gespräche mit Frau Dekanin Keller waren sehr konstruktiv. Ich bin mir sicher, dass wir im Dialog gemeinsam tragfähige Lösungen finden werden. Frau Keller hat mir gegenüber deutlich gemacht, dass die evangelische Kirche ihrem pädagogischen Auftrag auch künftig gerecht werden will. Das landesweite Programm zur frühkindlichen Förderung fand ihre volle Unterstützung, insbesondere auch die Ansätze zur Sprachförderung im dritten Kita-Jahr. Diesen Auftrag werden die evangelischen Einrichtungen in Kaiserslautern konsequent aufnehmen. Auch bei den Öffnungszeiten zeige man eine hohe Flexibilität als Anpassung an die geforderten Flexibilitäten der berufstätigen Eltern. Im Bereich der Zwei- bis Dreijährigen erfolge eine deutliche Zunahme der Aufnahme.

Auch in der Integrationsarbeit leistet die Kirche vieles. Für alle diese Maßnahmen kann ich nur meine volle Unterstützung zusagen.

Generell wünsche ich mir für Kaiserslautern eine stärkere Verzahnung und bessere Kommunikation der Angebote. Es wird an vielen Stellen Gutes geboten. Ich denke, dass speziell zu einer erfolgreichen Integrationsarbeit ein umfassendes Gesamtkonzept aller Träger erarbeitet werden muss.