Gute Manieren
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,,Was heißt hier Protestantisch in Kaiserslautern?“«
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Gute Manieren
oder
,,Was heißt hier Protestantisch in Kaiserslautern?“
Es gibt doch tatsächlich einen EKD-Text „Die Manieren und der Protestantismus“. Es ist einer der am wenigsten in Hannover angeforderten Texte. Zugegeben, „Manieren“ klingt staubig. Und ob man protestantische Manieren so gut von anderen unterscheiden kann, ist fraglich. Trotzdem, auch wenn man mit Manieren nicht viel am Hut hat, sie machen Verständigung
leichter.
Am Anfang aller Verständigung steht die Vorstellung. Man möchte wissen, mit wem man es zu tun hat. Wenn Kontakte längerfristig sein sollen, lohnt sich eine Visitenkarte. Sie sagt bündig, wer jemand ist und wofür er/sie steht. Sie sorgt für Klarheit und lädt ein: zu einer Visite nämlich.
Seit Oktober 2006 hat unser Kirchenbezirk eine Visitenkarte: „Was heißt hier Protestantisch in Kaiserslautern?“ Man bekommt sie über die Kommunikationsinitiative "Brücken bauen" und über alle Pfarrämter.
Pfarrerin Martina Abel (Lutherkirche), Klaus Braun (Kommunikationsinitiative „Brücken bauen“), Klaus Orschiedt (Jugendzentrale), und Pfarrerin Silke Schwarzstein (Christuskirche) und haben sich ein Jahr lang bemüht, nachdem die Aktion Kaiserslautern à la Carte so ein Erfolg war, das protestantische Profil des Dekanates zu benennen. Der Glaube an den dreieinigen Gott war dabei strukturgebend. Von ihm sind alle Auskünfte über unser Protestantisch-Sein getragen: Gewissensfreiheit in Verantwortung, diakonisches Handeln, die Autorität der Heiligen Schrift.
Die neue Visitenkarte bringt prinzipielle Überzeugungen und unverzichtbare Arbeitsbereiche zur Sprache. Und sie lädt ein zum Austausch. Das Besondere: sie ist zum Wei-terdenken und -entwickeln gedacht. Für Protestant/innen hat bekanntlich allein Gottes Wort das letzte Wort.
Zur Qualität einer Visitenkarte gehört nicht zuletzt ein Firmenlogo. Das knackige Apfelmotiv der Eintrittskam-pagne unserer Landeskirche drängte sich geradezu auf. „Dazugehören“ lautet das Motto der Kampagne. Seit Dezember 2005 gehören 80 Menschen neu zu unserer Kirche. Das ist ein großer Erfolg. Kirche ist offensichtlich attraktiv und einladend.
Doch weil der Kirchenbezirk Kaiserslautern nicht für sich alleine wurschtelt, sondern zum Corpus der Evangelischen Kirche der Pfalz dazugehört, werben wir mit der Visitenkarte auch für das Ganze.
„Die Visitenkarte ist ein Papierprodukt“ heißt es in einem Lexikon. Unsere Visitenkarte ist ein Gemeinschaftsprodukt Wir danken darum ganz herzlich allen Kolleginnen und Kollegen, die mit ideenreichen Impulsen und geschliffenen Formulierungen das Gedeihen des Projektes gefördert haben.
Wir wünschen uns sehr, dass die Zahl der Eintritte weiterhin steigt. Die Einladung an Menschen dieser Stadt, Teil der Gemeinschaft getaufter evangelischer Christinnen und Christen zu werden, hat jedenfalls künftig ein besonderes Kaiserslauterer Format, wenn nicht gar „Manieren“.
Pfarrerin Martina Abel, Lutherkirche
Klaus Braun, Kommunikations-initiative „Brücken bauen“
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