Ich bin der Meinung...
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Ich habe mich schon immer gewundert, dass besonders zur Weihnachtszeit die Menschen zu Hause sein wollen. In einer vertrauten Umgebung mit den Liebsten an einem Tisch sitzen, das vermittelt für viele ein Gefühl von zu Hause sein. Oder haben Sie es nicht auch schon einmal so empfunden, dass nach einem nicht besonders geglückten Urlaub kein Wunsch sehnlicher ist als der, wieder in der Heimat zu sein ?
Ich erinnere mich gerne an meine Kindheit zurück, wenn es hieß: „Jetzt sind wir wieder zu Hause“ - ein warmes, wohliges Gefühl! Menschen, die wissen, eine Heimat zu haben, können auch einmal für einige Zeit im Ausland leben. Sie tragen ein Stück Heimat mit sich in ihrem Herzen und sind sich deshalb sicher, immer wieder in ihr gewohntes Umfeld zurückkommen zu können.
Menschen finden oft auch eine zweite Heimat in Vereinen, in Institutionen oder in Freundeskreisen. Für mich persönlich ist Heimat auch immer dann spürbar, wenn ich in der Kirche bin, in der ich getauft und später konfirmiert wurde.
Ich kenne noch heute den Geruch dieses Gotteshauses, das Licht zu den unterschiedlichen Jahreszeiten und auch den Klang der Glocken, der gedämpft in das Kirchenschiff dringt.
Wenn Kirche zur Heimat wird, dann erleben wir Geborgenheit im Glauben. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang gerne an ein Lied von Dietrich Bonhoeffer: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag, Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“
Aus diesem Grund engagiert sich auch die Gartenschau GmbH in der Wiedereintrittskampagne der beiden großen Kirchen. Ich bin überzeugt, dass ein Mensch, der letztlich wieder in die Gemeinschaft der Christen zurückfindet, mit diesem bewussten Entschluss eine der wichtigsten Entscheidungen in seinem Leben fällt und er dadurch zukünftig vielleicht zu einem glücklicheren Mensch wird. Gemeinschaft der Christen, gemeinsames Singen und Beten oder auch das Erlebnis von Stille sind meiner Meinung nach Bausteine, die zum Thema Heimat und Zuhause sein unmittelbar dazu gehören.
Und vielleicht kann ja auch die Weidenkirche auf dem Gelände der Gartenschau mit den regelmäßig stattfindenden Gottesdiensten für den einen oder anderen wieder ein Stückchen Heimat bieten.
Thomas Zinßmeister,
Geschäftsführer der Gartenschau Kaiserslautern GmbH
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