Ich bin der Meinung:
»Ich bin der Meinung,
dass Charles Darwin im Himmel ist
„Der Mensch und der Affe“«
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„Haben Sie gelesen, dass im US-Staat Kansas kürzlich durch ein Gericht entschieden worden ist, in Schulbüchern habe zu stehen, nur der biblische Schöpfungsbericht entspräche der Wahrheit?“ Das wurde ich kürzlich gefragt. Darwin und die von ihm ausgehende Evolutionslehre also verdammt? Ich habe es nicht gelesen – und gerate ins Staunen.
Die alte Diskussion über Vereinbarkeit von Naturwissenschaft und christlichem Glauben! Ehrlich gesagt, ich dachte, in dieser Frage sei sie abgeschlossen. Bei den technisch Studierenden, mit denen ich hier zu tun habe, spielt sie keine Rolle. Schließlich wird Gott als Schöpfer nicht in Frage gestellt.
Der Engländer Darwin (1809-1882), der anfänglich Medizin, später auch Theologie studierte, gehört zweifellos zu den größten Naturforschern der Menschheit. Seine Überzeugung, dass die Arten der Pflanzen und Tiere nicht konstant, sondern das Ergebnis eines historischen Wandlungsgeschehens seien, wird heute wissenschaftlich nicht angezweifelt. Ebenso seine These von der Abstammung des Menschen von urtümlich tertiären Menschenaffentypen. Gottes Schöpfung ist wunderbarer und geheimnisvoller, als das priesterliche Schreiber im alten Israel ahnen konnten.
Was mich wirklich ins Staunen versetzt, ist etwas anderes: In der öffentlichen Diskussion reden wir zu Recht ständig von der Gefahr des islamischen Fundamentalismus. Darauf aber mit christlich-biblischem Fundamentalismus zu reagieren, wie dies wohl in Teilen Amerikas passiert, ist absurd. Unser Weg führt nicht zurück ins Mittelalter. Jede Art von Fundamentalismus birgt eine Gefahr und widersetzt sich vernünftigem Denken und Glauben.
Beigesetzt wurde Charles Darwin in der Londoner Westminster Abbey. Das ist okay.
Mehr Infos über Darwin unter: http://www.brunette.brucity.be/PEGASE/darwin/dedarwin.htm
Eckart Stief,Studierendenpfarrer
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