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»Die Kleine Kirche feiert«
Die Kleine Kirche - Kleinod des barocken Kirchenbaus
Feiern zur 300jährigen Grundsteinlegung
Sicherlich ist sie klein, wenn man sie mit der Stiftskirche vergleicht. Aber wir schreiben zu Recht groß: Kleine Kirche in der Unionstraße in Kaiserslautern. Seit ihrer Wiederindienststellung am 17. Januar 1993 rückte sie erneut ins Blickfeld der Kaiserslauterer, aus deren Bewusstsein sie eh nie ganz verschwunden war.
In den 70er Jahren sah die Zukunft dieses Baudenkmals gar nicht so rosig aus. Aber im Zuge der Altstadtsanierung hatte sich die Stiftskirchengemeinde dafür entschieden, dieses Kleinod des barocken Kirchbaus in die damaligen städtbaulichen Überlegungen mit einzubeziehen.
Heute wird die Kleine Kirche von jung und alt geschätzt. Die Älteren erinnern sich gerne der Zeiten, in denen die Kleine Kirche als einziges noch intaktes Kaiserslauterer Gotteshaus nach dem Zweiten Weltkrieg nicht nur den Protestanten einen Raum für die großen geistlichen Feiern bot. Für die Jüngeren wurde sie zur besonderen „Hochzeitskirche“.
Viele ältere Bürger sehen in der Kleinen Kirche immer noch die „Lutherkirche“. Die Union“straße“, die an ihr vorbeiführt, ist längst zu einem bekannten „Platz“ in Kaiserslautern geworden, und nicht wenige suchen deshalb in der Kleinen Kirche die „Unionskirche“. Seinerzeit bedeutete die Unionsfeier 1818 den Schlusspunkt unter der Geschichte der lutherischen Gemeinde Kaiserslauterns. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass jenes „kurze“ Jahrhundert davor, in der sie den Lutheranern als Gotteshaus diente, eine bewegte Zeit war.
Aufgrund der Wirren des Dreißigjährigen Krieges waren Lutheraner nach Kaiserslautern zugezogen. Die Neubürger begannen mit dem Aufbau einer eigenen Gemeinde. Den eigentlichen Anstoß dazu gab der 1677 zugezogene Hufschmied und Gastwirt Hans-Georg Müller, an den noch heute ein nachgehauener Grabstein in der Kleinen Kirche erinnert.
Am 16. Juli 1711 konnte der Grundstein für die Lutherkirche gelegt werden, die 1717 in Dienst gestellt wurde, zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht vollendet war. Es sollte noch fast ein halbes Jahrhundert ins Land gehen, bevor der Turm hochgezogen werden konnte. 1817 dann, kurz vor der Union mit der Reformierten Gemeinde, ermöglichte eine Stiftung des Kaufmanns Jakob Karcher die Anschaffung von Glocken.
Wenn wir in diesem Jahr ein Jubiläum der Kleinen Kirche feiern – 300 Jahre sind seit der Grundsteinlegung vegangen – dann können wir parallel zu den großen Reformationsjubiläen der Evangelischen Kirche in Deutschland fast in jedem darauf folgenden Jahr ein weiters eigenes kleines Jubiläum folgen lassen - nicht nur bis 2017, sondern bis zum Jahr 2018, dem Gedenkjahr der pfälzischen Kirchenunion.
Dr. Ingo Holzapfel, Pfarrer an der Stiftskirche
Inhalte in dieser Rubrik:
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Jubiläumstermine
Veranstaltungen zum 300jährigen Jubiläum der Grundsteinlegung der Kleinen Kirche in Kaiserslautern
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Angedacht
Kirche lebt von Menschen, die mitmachen, weil sie begeistert sind.
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Großes Tauffest
"Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen"
In der Stiftskirche werden 28 Kinder getauft
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