Vier Kaiserslauterer bestimmen mit

»Sie wollen in der Landessynode die Kirche stärken«

Auf dem Foto von links nach rechts: Hermann Lorenz, Gabi Schellhammer, Dekanin Angelika Keller und Roland Paul.
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Am 1. Juli ist die 11. Landessynode, das höchste kirchliche Gremium der Evangelischen Kirche der Pfalz, zu ihrer konstituierenden Sitzung in Speyer zusammengekommen.

Die zwanzig Bezirkssynoden der Evangelischen Kirche der Pfalz haben dort ihre Vertreter sitzen. Der neuen Landessynode gehören 65 Mitglieder an. Unter ihnen sind auch vier Protestanten aus Kaiserslautern.

Die Landessynode ist auf sechs Jahre gewählt und als kirchliche Volksvertretung Inhaberin der Kirchengewalt. Sie wählt den Kirchenpräsidenten und die Oberkirchenräte, beschließt den Haushalt der Landeskirche, erlässt Gesetze und prüft die Amtsführung der Kirchenregierung und des Landeskirchenrats. Sie tagt zwei Mal im Jahr. Die Sitzungen sind öffentlich.


Angelika Keller, Dekanin des Kirchenbezirks und Vorsitzende der Protestantischen Gesamtkirchengemeinde Kaiserslautern: Sie ist zur 1. Vizepräsidentin der Protestatnischen Landessynode gewählt worden und sagt dazu: " Ich möchte in diesem Amt die Arbeit der Synode unterstützen und die wichtigen anstehenden Themen zu einem guten Ergebnis bringen. Außerdem ist mir die Transparenz der Entscheidungen auf landeskirchlicher Ebene für die Gemeinden wichtig."

Hermann Lorenz, Rechtsanwalt und Vorsitzender der Bezirkssynode des Protestantischen Kirchenbezirks Kaiserslautern: "Ich nehme Bezug auf das, was von mir als 'feierliche Versicherung' zu Beginn der ersten Tagung der Landessynode gelobt wurde: Ich möchte dahin mitarbeiten, dass die Kirche in allen Stücken wachse zu dem hin, der das Haupt ist, Christus. Dieses Ziel möchte ich bei allen in der Synode anstehenden Punkten nicht aus den Augen verlieren. Dabei werde ich den mir von Gott verliehenen Verstand und das erarbeitete Wissen als Jurist bei den gesetzgeberischen Aufgabe der Landessynode einsetzen."

Gabi Schellhammer, Sozialarbeiterin und Leiterin der NAW (Neue Arbeit Westpfalz): "Ich will gemeinsam mit anderen diakonischen Einrichtungen eine Stimme in der Landessynode geben. 'Diakonie erfahren, heißt erkennen: Die Kirche lebt!' sagt das Leitbild des Diakonischen Werkes. In diesem Sinne will ich zum Leben der Kirche beitragen. Als Sozialarbeiterin, die seit 11 Jahren einen gemeinnützigen Eingliederungsbetrieb für 170 arbeitslose Menschen leitet, habe ich gelernt mit Menschen und mit Geld umzugehen.

Roland Paul, Historiker am Institut für Pfälzische Geschichte: "Schon in meiner Jugend habe ich mich in meinem Heimatdorf Steinwenden in der Kirche engagiert und eine Jugendgruppe geründet. Seit dem Wohnortwechsel nach Kaiserslautern gehöre ich zur Stiftskirchengemeinde. Aus der Bezrikssynode kommend, der ich immer noch angehöre, habe ich mich für weitere sechs Jahre in die Landessynode wählen lassen. Ich bringe mich dort mit meinen Erfahrungen gerne ein. Die Arbeit fasziniert mich, zum Beispiel die Kirchengesetze, die Kirchenverfassung oder auch die Diakonie. Das ergänzt meine berufliche Arbeit." umf.