
»Kunst und Religion sind verwandt«
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Kirche und Kultur können sich gegenseitig bereichern. Die Beschäftigung mit Kunst und Kultur ist eine Kernaufgabe der Kirche, genauso wie sorgfältig vorbereitete und gehaltene Gemeindegottesdienste, ansprechend gestaltete Kasualien (Taufen, Trauungen und Beerdigungen) sowie Angebote für möglichst alle Altersgruppen innerhalb einer Gemeinde.
Gerade in einer Stadt wie Kaiserslautern darf der Blick über den Kirchturm hinaus möglich sein. Das heißt: eine Gemeinde kann sich für bestimmte Projekte auch mit anderen Einrichtungen vernetzen, so zum Beispiel mit Kultureinrichtungen, wie dem Pfalztheater. So kann es zwischen Kirche und Kultur, zwischen Künstlerischem und Spirituellem zu Begegnungen und zu Austausch kommen. Denn Kunst und Religion sind verwandt. Beide helfen, Abstand vom Alltag zu gewinnen.
Kunst und Musik, Literatur und Theater führen wie die Religion ins Weite. Wie die Religion, so erzählt auch die bildende und die darstellende Kunst von dieser Welt anders und hilft damit, das Unsagbare auszudrücken. Und beide fragen nach dem Sinn unserer Existenz und danach, was die Welt im Innersten zusammenhält.
Kunst und Kultur können Zugänge zur Kirche ermöglichen.
Ein Beispiel ist die Kirchenmusik, die auch krichenferne Menschen anspricht.
Besondere Gottesdienste, die mit Musik und Literatur von Gott erzählen, können die Schönheit und das Tröstliche des christlichen Glaubens entdecken lassen. Und so die überraschende Gegenwart Gottes erlebbar machen.
Auch deshalb dürfen wir den Mut haben, bei der Gestaltung von Gottesdiensten ab und zu vertraute Wege zu verlassen. Um uns dann in der Zusammenarbeit mit Kultureinrichtungen von gemeinsamer Kreativität beflügeln zu lassen. Eigentlich ist das eine Pfingsterfahrung: Die BeGEISTerung füreinander und miteinander zu spüren und ihr immer wieder Raum in gemeinsamen Veranstaltungen geben.
In diesem Sinne verstehen sich auch die „Abendgottesdienste der Lutherkirche“, die mehrmals im Jahr zusätzlich zu den Gemeindegottesdiensten geboten werden. Sie finden am Sonntagabend statt und bieten Gelegenheit, Kraft für die neue Woche zu schöpfen. Durch die Stimmung und das Abendlicht haben sie oft einen meditativ-besinnlichen Charakter.
Die Gottesdienste stehen jeweils unter einer bestimmten Überschrift und werden gestaltet in Kooperation mit Axel Gade, Dramaturg und Jugendreferent am Pfalztheater. Er liest ausgewählte Texte. Dazu gibt es jeweils eine besondere musikalische Umrahmung durch Instrumental- und Vokalsolisten und/oder Chor.
Am 13.September 2009 findet ein solcher Gottesdienst um 17.00 Uhr in der Weidenkirche auf dem Gartenschaugelände statt. Überschrift: Zwischen Himmel und Erde. Neben Axel Gade wirken mit: Gesangsensemble Man(n) singt (Leitung: Peter Gortner), sowie die Seniorentanzgruppe der Lutherkirche unter der Leitung von Gisela Hendel. Die Liturgie gestaltet Pfarrerin Heike Neu.