Kirchen in Kaiserslautern

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Zwei Pfarrer und ihre neuen Aufgaben

»Frank Schuster und Werner Pfleger stellen sich vor«

Angelika Keller ist in Personalunion Dekanin des Kirchenbezirks und Vorsitzende der Protestantischen Gesamtkirchengemeinde Kaiserslautern. In jeder der beiden Funktionen hat sie jeweils einen am 14. März bzw. 21. April gewählten Stellvertreter.

Pfarrer Frank Schuster (45) von der Versöhnungskirche auf dem Bännjerrück ist als Senior des Kirchenbezirks Stellvertreter der Dekanin, Pfarrer Werner Pfleger (50) von der Stephanuskirche auf dem Betzenberg ist stellvertretender Vorsitzender der Gesamtkirchengemeinde.


Beide stellen sich und Ihre Tätigkeit kurz vor:

Frank Schuster ist gebürtiger Vorderpfälzer und seit seinem Vikariat 1990-92 in der Apostelkirche in Kaiserslautern tätig. Nach zwei Jahren mit besonderem Auftrag an der Stiftskirche kam er 1994 als Pfarrer an die Versöhnungskirche. In einigen Gremien und bei vielen übergemeindlichen Aktivitäten lernte er den Kirchenbezirk und viele der dort tätigen Leute in den letzten 19 Jahren recht gut kennen. Nun wurde er von der Bezirkssynode zum "Senior" gewählt – auch wenn er trotz manch’ grauer Haare noch lange nicht der älteste unter den Pfarrerinnen und Pfarrern ist. Ihm ist dabei an einem konstruktiven Miteinander gelegen, sowohl zwischen den in unterschiedlichen Handlungsfeldern tätigen Kolleginnen und Kollegen, als auch zwischen den Pfarrerinnen und Pfarrern und den einzelnen Gemeindegliedern.

Auf vier Dinge, kurz gefasst, möchte er in den nächsten 6 Jahren bei der Arbeit im Kirchenbezirk und im Bezirkskirchenrat Wert legen:
Geistliche Profilierung statt undeutliche Aktivität,
Schwerpunktsetzung statt Vollständigkeit,
Beweglichkeit in den Formen statt Klammern an Strukturen
sowie Außenorientierung statt Selbstgenügsamkeit.

"Ich möchte eben in den nächsten sechs Jahren weiter mitdenken," sagt Werner Pfleger. Die Hauptverantwortung trägt natürlich die Dekanin. Aber sie braucht auch Unterstützung." Pfleger, der seit 2001 als Pfarrer der Betzenberg-Gemeinde tätig ist, und dort auch alt werden möchte, tritt sein Amt nicht unvorbereitet an. Bereits vor seiner Wahl konnte er sich mit den dortigen Aufgaben eineinhalb Jahre vertraut machen und zwar als Nachrücker für Pfarrer Ralf Neuschwander, der nach Landau ging.

Was das innerkirchliche Leben und die Problematik angeht, so sei er gerade durch den Einblick in die Aufgaben der Gesamtkirchengemeinde in vielen Punkten auf dem Laufenden. Anders als in vielen Kirchenbezirken sei ja hier alles in einer zentralen Stelle gebündelt. So spräche man denn mit einer Stimme. Pfleger hält dies für besonders wichtig in Zeiten knapper werdender finanzieller Kirchenmittel.

Die geldlichen Engpässe wirkten sich besonders auf die Kindergärten und Kindertagesstätten aus. Die Zukunft dieser Einrichtungen zu sichern, in dem die Gesamtkirchengemeinde auf Rücklagen zurückgreift und auch zum Beispiel Grundstücke verkauft, ist sein besonderes Anliegen. "Die Finanzlage ist sehr kritisch, trotz der Kindergartenbeiträge, die wir erheben." Die Einstellungsgepräche bei Erzieherinnen, die Verhandlungen bei Grundstücksverkäufen, die Gespräche mit der Stadtverwaltung, kurz das Managen des Unternehmens "Kirche in Kaiserslautern", liegen Pfleger am Herzen. Er weiß sich dabei von Vielen getragen, auch auf der Ebene der Gesamtkirchengemeinde. In den Vorstand will er seine Initiativkraft einbringen. Hier sei es wichtig, dass man neue Gedanken einleitet, die dann aufgenommen und überdacht werden.

Texte: Frank Schuster/Uta Mayr-Falkenberg, Fotos(2): umf.