
Die Reisen
Wenn die Mannschaft in der Vergangenheit unterwegs war, dann gab es immer viel zu berichten. So zum Beispiel in Russland, in Kaliningrad und Tschernjachowsk (früher Königsberg und Insterburg). Da war die Gastfreundschaft der Menschen, die Freude bei den Spielen und die Feste, die noch lange nachwirkten.
Oder Chile, wo die Parre eine Jugendstadt für Straßenkinder besuchten und zum Ausbau der Einrichtung 60 000 DM übergeben konnten. Und wie wichtig war es da, nicht als die gönnerhaften Spender aus dem reichen Teil der Erde auftreten zu m¨ssen, sondern sich beim Spiel auf einer Ebene treffen zu können. Das machte es auch den Beschenkten leichter, das Geld anzunehmen. Es kam zu einem denkwürdigen Spiel mitten im Elendsviertel, und jedem wurde klar, wie hier der Sport half, Schranken zu überwinden.
Faszinierend auch die Reise nach Rom, wo die Schweizer Garde des Vatikan der Gegner war. Nach heißem Kampf gegen einen starken Gegner ging das Spiel am Ende mit 2:3 verloren. Doch tröstete es, dass der 1. FC Kaiserslautern an diesem Tag die Deutsche Meisterschaft holte. Und das war dann genug Grund zum Feiern.
Die Top-Gegner
Seit Jahren begleiten die Parre den 1. FC Kaiserslautern zu Auswärtsspielen in der Fußball-Bundesliga. Dabei kam es schon zu Spielen gegen die Traditionsmannschaften von 1860 München, Bayer Leverkusen, VFL Bochum, Bayer Uerdingen, MSV Duisburg, und Schalke 04. Dazu kommen Begegnungen gegen die Ex-Profis von Kaiserslautern. Legendär war die 2:0 Führung gegen den FCK im Stadion Betzenberg. Beim Spiel auf die berühmteste Fan-Kurve der Welt, die Westkurve des Fritz-Walter-Stadions, waren die Pfarrer-Fußballer wie entfesselt. Dass später das Spiel noch verloren ging, war da fast zweitrangig.
Besondere Beachtung finden aber Jahr für Jahr auch die Spiele gegen die andere pfälzische Top-Mannschaft aus der Exoten-Liga, die „Pälzer Ausles“. In dieser Truppe stehen ehemalige Weltmeister und Olympiateilnehmer aus allen Bereichen des Sports. Mit der Ausles verbindet die Parre auch eine besonders intensive Freundschaft. Bei aller Liebe: Auf dem Spielfeld schenken sich beide Mannschaften nichts. Und ein Sieg gegen die Ausles hat bei den Parrern immer noch einen besonderen Stellenwert.
Die Begegnungen
Die Kontakte mit den gegnerischen Spielern, den Schiris und den Zuschauern machen den besonderen Reiz der Spiele aus. Dabei sind die Spiele auf dem Dorf oft von der Atmosphäre und der anschließenden Geselligkeit unerreicht. Die Pfarrermannschaft versteht sich dabei als Werbeträger einer freundlichen und offenen Kirche. Interessant sind aber auch die Spiele gegen andere Pfarrerteams aus Deutschland. Bei einer von „Brot für die Welt“ organisierten „Deutschen Pfarrerfußballmeisterschaft“ in Stuttgart konnten die Pälzer Parre den Titel nach hartem Kampf mit nach Hause nehmen.