Kirchen in Kaiserslautern

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Taufe - wie läuft der Gottesdienst ab?

Die Taufe kann entweder im Laufe eines regulären Sonntagsgottesdienstes stattfinden oder in einem gesonderten Taufgottesdienst. Je nachdem gehören dann auch verschiedene Teile zum Gottesdienst. Für die Taufe als solche gibt es aber ein paar Elemente, die unabdingbar sind:

  • die sogenannten "Einsetzungworte zur Taufe", die Auskunft geben, in wessen Auftrag wir als Kirche taufen. Sie stehen am Ende des Matthäusevangeliums (Matth. 28, 18 - 20) und lauten: "Christus spricht: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende."
  • bei der Kindertaufe das sogenannte "Kinderevangelium", das erzählt, welches Verhältnis Jesus zu Kindern gehabt hat. Es steht im Markusevangelium, Kapitel 10, und lautet: "Und sie brachten Kinder zu Jesus, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Laßt die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie."
  • das Apostolische Glaubensbekenntnis, das gemeinsam gesprochen wird als Zeichen für die weltweite Gemeinschaft, zu der der Täufling nun auch gehören wird. Es ist schon sehr alt und lautet: "Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des HImmels und der Erden. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn. Empfangen durch den heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters. Von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen." (alternativ dazu gibt es andere Glaubensbekenntnisse, die gesprochen werden können)
  • die Tauffrage, die an Eltern und Paten gemeinsam gerichtet wird. Sie kann zum Beispiel so lauten: "Wollt Ihr dieses Kind lieben und achten als ein wertvolles und einzigartiges Geschenk Gottes; wollt Ihr ihm helfen zu einem sinnvollen, verantwortlichen und glücklichen Leben; wollt Ihr es aufwachsen lassen im Schutz der Liebe und in der Freiheit des Glaubens, so antwortet gemeinsam: Ja, mit Gottes Hilfe".
  • der Taufakt, bei dem das Kind mit Wasser auf den Namen des dreieinigen Gottes getauft wird und den Segen empfängt. Oft wird auch der Taufspruch dem Kind zugesprochen; das ist ein Bibelwort, das entweder der Pfarrer/die Pfarrerin oder aber die Eltern/Paten aussuchen und das als eine Art "Leitwort" für das Leben dieses Kindes dienen soll. Beispiele dafür finden Sie weiter unten (Bibelworte). In vielen Gemeinden ist es inzwischen auch Sitte, eine Taufkerze anzuzünden. Sie soll am Tauftag des Kindes daran erinnern, daß das Kind unter Gottes Schutz und Schirm steht und daß das Licht des Lebens über seinem Weg leuchtet.
  • weiterhin gehören zum Gottesdienst: die Ansprache oder Predigt, Gebete für das Kind und seine Angehörigen, Tauflieder, Segensbitten, das Vater Unser