Das war 2001
Kirche bietet weiter „Raum in der Mitte“ der Gartenschau
Abschluss der kommunalen Gartenschau 2001 in Kaiserslautern – Koordinator der pfälzischen Landeskirche zieht positive Bilanz
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Mit einem „Dinopark“ und einem Treffpunkt für Chöre wird die Gartenschau Kaiserslautern auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Dies hat Oberbürgermeister Bernhard Deubig am vergangenen Montag zum Abschluss der kommunalen Gartenschau 2001 bekannt gegeben.
Rund 330 000 Besucher haben bis zum Erntedanksonntag den kommunalen Ableger auf dem Gelände der ersten rheinland-pfälzischen Landesgartenschau besucht. Wegen des großen Publikumsinteresses haben die Organisatoren die Schau, die am 3. Oktober nach 175 Tagen zu Ende gehen sollte, bis zum 14. Oktober verlängert.
Für den Kaiserslauterer Oberbürgermeister sind die Investitionen der Landesgartenschau 2000 noch nicht aufgebraucht. Das Stadtoberhaupt lobte vor allem das Engagement der Kaiserslauterer Vereine, Verbände und der Kirchen, die zum Gelingen beigetragen hätten.
„Keine Institution ist so gezielt bei uns angefragt worden, wie die Kirchen“, erklärte Gartenschaugeschäftsführer Thomas Zinsmeister. Die Besucher hätten sehr stark wahrgenommen, wie sich die Kirchengemeinden engagieren. Für das kommende Jahr erhofft sich der Geschäftsführer eine weitere Beteiligung und versprach Protestanten und Katholiken wieder einen „Raum in der Mitte“ der Schau für ihre Aktivitäten zu geben.
Eine positive Bilanz hat auch der Koordinator der Evangelischen Kirche der Pfalz, Klaus Braun, gezogen. Weit über 100 Veranstaltungen hätten im Haus der Kirche stattgefunden, besonders freute sich Braun über die gut besuchten Gottesdienste. Weniger Zuspruch fanden in diesem Jahr die Führungen im biblischen Garten. Bewährt hätten sich die Patenschaften der Gemeinden, die für je eine Woche das Programm im Kirchenhaus gestalteten. Die Zusammenarbeit mit der katholischen Seite und der Gartenschauleitung habe sich weiter verbessert, so dass man für eine Fortsetzung des Engagements im kommenden Jahr offen sei. Dies hänge aber vom Konzept der Schau ab.
Nach Angaben von Geschäftsführer Thomas Zinsmeister laufen die Planungen für das kommende Jahr auf Hochtouren. 60 Dinosauriermodelle, die nach naturwissenschaftlichen Erkenntnissen in Originalgröße nachgebaut wurden, werden im Gartenschaugelände aufgestellt. Schautafeln sollen über die ausgestorbenen Riesenexemplare informieren.
Ein anderer „Dinosaurier“ wird bei der Eröffnung am 19. April 2002 den Takt angeben: Gotthilf Fischer wird einen Chor von eintausend Sängern dirigieren. Zinsmeister hofft, dass weltliche und kirchliche Chöre aus der gesamten Pfalz die Gartenschau als Podium für ihre Kunst nutzen.
Für Joe Weingarten, ehemaliger Geschäftsführer der Landesgartenschau und jetziger Beauftragter der Landesregierung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, ist die kommunale Fortsetzung der Schau ein bemerkenswerter Erfolg. „Bis zur Weltmeisterschaft 2006 sollte die Gartenschau zur dauerhaften Einrichtung werden“, erklärte Weingarten. wrs
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